Tangram – das Legespiel aus sieben Teilen
Tangram stammt aus China und ist über 200 Jahre alt. Aus sieben Formen – fünf Dreiecken, einem Quadrat und einem Parallelogramm – wird eine Figur nachgelegt. Dabei werden immer alle sieben Teile verwendet, und keines darf ein anderes überdecken. Die Regeln sind in einer Minute erklärt, die Figuren reichen von ganz einfach bis richtig knifflig.
Ab welchem Alter?
Ab etwa 5 Jahren. Die Vorlagen zeigen die Linien der einzelnen Teile, das erleichtert den Einstieg. Jüngere Kinder schaffen einfache Figuren mit etwas Hilfe. Für Schulkinder und Erwachsene gibt es anspruchsvollere Figuren – nach oben gibt es keine Grenze.
Was Tangram fördert
- Räumliches Vorstellungsvermögen. Teile im Kopf drehen und spiegeln, bevor sie an der richtigen Stelle liegen.
- Formen und Geometrie. Dreieck, Quadrat, Parallelogramm – und die Entdeckung, dass zwei kleine Dreiecke ein großes ergeben.
- Teil und Ganzes. In einer Figur die einzelnen Formen erkennen: eine Grundlage für Mathematik, Pläne und Karten.
- Problemlösen. Ausprobieren, einen Fehler erkennen, einen neuen Weg suchen – ohne dass jemand die Lösung vorsagt.
- Konzentration und Geduld. Dranbleiben, bis auch die letzte Ecke passt. Das „Geschafft!“ am Ende ist ein eigener Erfolg.
- Feinmotorik. Teile genau verschieben und drehen trainiert die Auge-Hand-Koordination.
Warum regelmäßig spielen?
Räumliches Denken lässt sich trainieren. In einer Studie (Cheng & Mix, 2014) lösten Kinder von 6 bis 8 Jahren nach einem Training mit Drehaufgaben anschließend sogar Rechenaufgaben besser. Wie beim Sport gilt: lieber regelmäßig ein paar Minuten als selten lange. Eine Figur am Tag, etwa 5 bis 10 Minuten, reicht schon. Mit der Zeit gelingen die Figuren schneller, und es kann zu schwierigeren weitergehen.
Tipps für den Start
- Mit Tieren beginnen – dort gibt es viele einfache Figuren.
- Ältere Kinder und Erwachsene können gegen die Uhr spielen und den eigenen Rekord schlagen.
- Die Vorlagen zum Ausdrucken eignen sich für Tangram mit echten Teilen am Tisch.

